Konzert: „Summer Samba – Bossa Nova und mehr“

Song: Agua de beber – A. C. Jobim
(Aufnahme: H. Kilian, Trio Orange Embers in der
Besetzung: V. Michaelis/H. KIlian/C. Appenroth)

 

Hier sind unterschiedliche Besetzungen und Repertoireschwerpunkte in derselben Stilistik möglich.

Das Quartett Michaelis/Seiji/Kim/Gonzales
spielt relaxte und groovige brasilianische Musik: Bossa Nova!

In allen Gefühlslagen schwingt die Band auf dieser „Welle“, denn nichts anderes bedeutet „Bossa“. Die Songs sind Miniaturerzählungen – sind lebensfroh oder melancholisch, humorvoll, schwelgend oder verspielt und haben immer eine gewisse Eleganz. Hier kann man in einer überraschenden Mischung Bekanntes wiedererkennen und zugleich neue Entdeckungen machen.

Eigentlich ist die Bossa Nova die zarte Schwester der Samba. Mit ihren raffinierten Harmonien  und wohl durchdachten Melodien spiegelt sie lichtdurchflutet heiter oder melancholisch sehnsüchtig brasilianisches Lebensgefühl wider. Wie die Musik gehören ihre Texte zu den großen kulturellen Leistungen Brasiliens. Noch bevor sich der Komponist und spätere Texter Antonio Carlos Jobim das Englische angeeignet hatte,  vereinnahmte der amerikanische Musikbetrieb die Bossa Nova. Die feinen poetischen Schattierungen wichen damit leicht verständlichen Versionen. „Was haben sie aus meinen Texten gemacht! Ich habe geweint!“, äußerte Jobim verzweifelt.
Lassen wir also Literaten wie Vinicius de Moraes und Newton Mendonca  Gerechtigkeit wiederfahren und machen die Musik Jobims und anderer großartiger Komponisten zum bewußten Ohrenschmaus!

Die Vokalistin Viola Michaelis singt ausgewählte Songs autentisch und exotisch schmeichelnd in der Originalsprache oder in englischer Übersetzung. Ihren Sound verbindet sie dabei geschickt mit dem des Gitarristen Igor Seiji Moriya, der brasilianisches Temperament und kluges Stilempfinden kombiniert. Seine Virtuosität findet einen passenden Partner in der Person von Hyun Kyung John Kim (Bass), der in einem völlig anderen Kulturkreis seine Leidenschaft für die Bossa Nova entdeckte. Kommt dann noch ein Percussionist – Marano Gozales – von Format dazu, der in seiner Kindheit in der Sambaschule die Rhythmen inhalierte, wird das Konzert garantiert zum Erlebnis.

Ein ungewöhnliches musikalisches Zusammentreffen:
Vier Musiker von 3 Kontinenten
auf einer virtuellen Reise nach Brasilien und Rio de Janeiro, auf der Sie erfahren können wie sich der Landeanflug auf Rio de Janeiro musikalisch gestaltet, welche musikalische Liebeserklärung es auf brasilianischen Hochzeiten gibt, oder was die schöne, langbeinige Helo und der „bucklige“ Corcovado miteinander zu tun haben….